Wieder Niederlage für Aue – In Nürnberg letztes Spiel für Trainer Drews?

Cebio Soukou (rechts) erzielte in Nürnberg das einzige Tor der Veilchen. Foto: Stefan Unger

Drews stellte von Beginn an nach der 1:3 Niederlage gegen Braunschweig das Team etwas um und gab Mario Kvesic (für Nasarov) wieder einmal eine Chance von Beginn an. Und Wydra spielt für den zuletzt schwachen Kalig. Kvesic war es, der in der 46. Minute mit einem unnötigen Dribbling die Vorentscheidung zugunsten der Nürnberger einleitete. Sein Einsatz erwies somit trotz kleiner Lichtblicke sich als Fehlgriff.
Nürnberg kann sowohl 58 Prozent Ballbesitz als auch gewonnene Zweikämpfe vorweisen. Aue machte wie beim letzten Auswärtsspiel in Düsseldorf kein schlechtes Spiel und stand vor allen in der ersten Hälfte defensiv ganz ordentlich. Doch die Abwehr erwies sich vor allem in der zweiten Hälfte als überfordert.
Der 1. FC Nürnberg ging in der 37. Minute in Führung und bewies dabei brutale Effektivität: Mit der ersten echten Torchance gingen die Franken in Führung. Auf rechts hielt Valentini den Ball und leitete von links auf Palacios weiter. Der Neuzugang sah Möwald im Rückraum und brachte die Kugel zu dem 24-jährigen Mittelfeldmann. Der hielt aus 23 Metern in zentraler Position drauf und schmetterte das Spielgerät unhaltbar für Männel links oben in die Maschen. Wie würden die Veilchen jetzt reagieren? Die Gäste blieben erst einmal ihrer extrem defensiven Linie treu und änderten nichts an ihrer Spielweise. Die knappe Führung der Nürnberger beim Wechsel entsprach nicht unbedingt dem Spielverlauf. Das Tor zum 1:0 war von der Marke Sonntagsschuss.
Die zweite Halbzeit begann dann so schlecht wie sie nicht schlechter beginnen hätte können: Nach Balleroberung vor dem eigenen Strafraum verdribbelte Mario Kvesic das Streitobjekt und die Hausherren kombinieren sich durch die Auer Abwehr bis schließlich Möhwald in der 46. Minute aus zwölf Meter aus zentraler Position wenig Mühe hatte, das zweite Tor mit einem satten Volleyschuss zu erzielen. Danach gelang den Hausherren fast alles, den Gästen aber nicht.
Die dritte Ecke führt zum Tor Nummer drei: Erneut war es Valentini, diesmal von links. Im Zentrum steigt Erras hoch und setzt den Ball unhaltbar für Männel rechts ins Eck zum 3:0 für den Club (71.).
Dann der Anschluss Löwen kann im halblinken Mittelfeld den Ball nicht klären – es kommt zum Pressschlag mit Munsy mit dem glücklicheren Ende für den Auer. Der Ball geht in den Strafraum zu Soukou, der aus neun Metern draufhält und zum 1:3 verkürzt (72.)
Erster Ballkontakt und gleich ein Tor für den eingewechselten Werner. Löwen gewinnt das Kopfballduell gegen Fandrich, Ishak leitet auf Palacios weiter und der holt sich den dritten Assist mit einem Pass in die Tiefe. Im Strafraum zieht Werner aus halbrechter Position in der 76. Minute flach ab zum 4:1.
Schluss in Nürnberg. Der Club gewinnt verdient mit 4:1 und untermauert damit seine Aufstiegsambitionen. Auf Aue kommen schwere Zeiten zu. Die Frage ist nun, mit welchem Trainer. Drews hat sehr schlechte Karten im Abstiegskampf.
Aue: Männel – Wydra, Strauß (72. Rizzuto), Rapp (63. Kalig), Cacutalua, Kempe – Tiffert, Fandrich – Soukou, Kvesic (56. Munsy), Köpke.
Trainer: Hannes Drews.
Nürnberg: Bredlow – Mühl, Ewerton, Löwen (83. Petrack) – Erras – Valentini, Möhwald, Behrens, Leibold -Palacios Martinez (88. Stefaniak) – Ishak. Trainer: Michael Köllner.
Zuschauer: 24.451. Schiedsrichter: Johann Pfeifer (Heusenstamm)

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