Wir brauchen weltmarktfähige Player

Firmeninhaber Uwe Leonhardt (l.) und Vertriebschef Reimar Fries (r.) beim Rundgang mit Wirtschaftsminister Martin Dulig. Foto: Stefan Unger

Wer kann schon in unserer Region von sich behaupten, dass er Weltmarktführer in einem umkämpften Markt ist? Bestimmt die wenigsten Unternehmen. Dass die Gebrüder Leonhardt GmbH & Co KG BLEMA KIRCHEIS im vergangenen Jahr den Sächsischen Staatspreis für Innovation 2017 aus den Händen vom Wirtschaftsminister und Schirmherr Martin Dulig (SPD) überreicht bekam, war eine Highlight des Auer Traditionsunternehmen, das seit 1861 am Standort Aue besteht und Weltmarktführer bei Anlagen zur Herstellung von Metallverpackungen und Kartonverbundverpackungen ist.

Weltmarktführer und Finalproduzent

„Es wurden technische und unternehmerische Leistungen gewürdigt. Wir sind Finalproduzent und haben alles unter einem Dach. Finalproduzent heißt, dass wir Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Montage, Einkauf und einen weltweiten Vertrieb und den Service alles unter einem Dach haben“, erklärte der Inhaber Uwe Leonhardt am Rande eines Besuches von Dulig am 9. Mai. Der Wirtschaftsminister kommt gern in die Region und schaut sich in den Betrieben um. Er stammt von hier und seine Frau ist gebürtige Auerin.

„Neugier und Wertschätzung stehen im Vordergrund meines Besuches. Wir brauchen auch weiterhin Industriearbeitsplätze. Wo hohlen wir denn unsere Wertschöpfung in Sachen her, das ist die Industrie. Das ist dort, wo hart gearbeitet wird. Dafür ist die Region bekannt. Aber wie wird es in fünf oder zehn Jahren aussehen. Wir brauchen die Player, die weltmarktfähig sind“, so Dulig, der erst im Herbst die Eisengießerei Erla und die Firma Strüder in Schneeberg besuchte.

Dulig setzt sich für offenen Handel mit Russland ein

Beim Rundgang durch den hochmodernen Auer Betrieb kam Dulig auch mit Mitarbeitern ins Gespräch und war beeindruckt vom hohen Stand der Technik. „Wir werden auf alle Fälle ansprechen, dass Forschung und Entwicklung auf einem hohen Niveau unterstützt werden muss, damit neue Produkte entwickelt werden können. Das hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bewährt und soll auf diesem Niveau weitergeführt wird“, sagte Leonhardt. Ein weiteres Thema waren die Sanktionen gegen Russland. „Ich möchte mich für eine Lockerung der Sanktionen einsetzen. Wir brauchen wieder Bewegung und keine Verschärfungen in Form eines Kalten Krieges“, erklärte Dulig, der betonte, dass er sehr interessiert ist, dass die hiesigen Unternehmen weiterhin Geschäfte mit Russland machen. „Denn, wer Frieden auf der Welt haben möchte, der darf nicht für weitere Verschärfungen sorgen, sondern sollte Partnerschaften organisieren“. su

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