Wölfe verlieren in Chemnitz

Schönheider Wölfe unterliegt gegen Crashers im Eishockey-Derby nach zehn Siegen in Folge. Foto: Schönheider Wölfe

Alles hat ein Ende…

Schönheide. Es hat nicht sollen sein, mit dem 10. Derbysieg in Folge für die Schönheider Wölfe. Stattdessen gewinnen die Chemnitz Crashers die umkämpfte Partie vor knapp 900 Zuschauern im Küchwalder Eisstadion, darunter gut 300 mitgereiste Wölfefans, verdient mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1), weil die Gastgeber den Sieg am Ende einfach ein bisschen zwingender wollten.
Beide Mannschaften konnten nahezu in Bestbesetzung auflaufen, wenngleich Christian Laszig und André Lenk auf Schönheider Seite verletzungsbedingt passen mussten. Die Wölfe kamen eigentlich ganz gut in die Partie und verbuchten die größeren Spielanteile, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen.
Die Crashers, mit einem starken Goalie Kevin Kopp zwischen den Pfosten, standen defensiv gut, setzten über Konter immer mal wieder Nadelstiche und nutzten in der sechsten Minute gleich das erste Powerplay im Spiel zur 1:0-Führung durch Charly Rudolph. In der Folge drückten die Wölfe zwar auf den Ausgleich, doch irgendwie kam kein richtiger Spielfluss zustande oder der letzte Pass nicht an. So blieb es bis zur ersten Pause bei der knappen Führung für die Hausherren.

Ähnlicher Spielverlauf auch im Mittelabschnitt. Die Wölfe hatten zwar gefühlt 75 Prozent Scheibenbesitz, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. Die Crashers spulten weiter ihr Defensivprogramm mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung runter und konnten sich in kritischen Szenen auf ihren Goalie verlassen.
Bei den Wölfen blieb hingegen vieles nur Stückwerk und anstatt eines geordneten Spielaufbaus, verstrickten sie sich immer mehr in Einzelaktionen, welche für Chemnitz leicht zu verteidigen waren. Analog zum ersten Drittel brauchten die Hausherren dann wieder nur ein Überzahlspiel, um durch den Treffer von Jiri Charousek mit einer 2:0-Führung in die zweite Pause zu gehen.
Im Schlussdrittel kam dann so etwas wie Derbystimmung auf den Rängen und auf dem Eis auf, da die Zweikämpfe jetzt doch intensiver geführt wurden. Schönheide hatte weiter die Zügel in der Hand, doch es dauerte noch bis zur 54. Minute, ehe es die Wölfe in Person von Christoph Rogenz endlich geschafft hatten, Chemnitz Goalie Kevin Kopp mit dem 2:1 zu überwinden. Bis zur Schlusssirene versuchten die Wölfe noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzielen.
Doch auch ein Powerplay und die Herausnahme von Keeper Niko Stark für einen zusätzlichen Feldspieler brachten in den Schlussminuten nicht den erhofften Erfolg, wonach die Erzgebirger, nach zuletzt neun Derbysiegen in Folge, dieses Mal den Crashers den Vorzug lassen mussten.
Wölfe-Coach Sven Schröder analysierte das Derby wie folgt: „Am Ende geht der Sieg für Chemnitz völlig in Ordnung, weil wir es nicht geschafft haben, aus unserer optischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Kämpferisch kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen, da sie bis zum Schluss alles versucht haben, doch im Vergleich zur letzten Saison fehlt uns hier aktuell einfach die Leichtigkeit und auch die Durchsetzungskraft, als Team solche Spiele für uns zu entscheiden.“

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