Wohnen in Deutschland: Gibt es noch günstige Immobilien?

Wie hier auf dem Kaßberg gibt es immer wieder neue Wohnmöglichkeiten. Fotos: oha/ch

Chemnitz. Wohnen in Deutschland wird immer teurer. Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 geben Großstädter mittlerweile knapp die Hälfte ihres Einkommens für ihre Wohnung aus – und eine Preisminderung ist trotz eingeführter Mietpreisbremse nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Preise steigen weiter. Wo kann man sich Wohnraum in Deutschland also noch leisten?

Auch wenn es mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen vergleichbar ist: Es gibt sie noch, die attraktiven Wohnungen mit bezahlbarer Miete. Denn während man in Großstädten wie München oder Düsseldorf gut 16,77 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zahlen muss, liegt der durchschnittliche Mietpreis beispielsweise in Chemnitz nur bei 4,43 Euro pro Quadratmeter – da lohnt es sich, die aktuellen Angebote zu durchstöbern.

Zwar unterscheiden sich die verschiedenen Stadtteile geringfügig im Preis – in Adelsberg werden durchschnittlich 6,15 Euro pro Quadratmeter fällig, während es in Morgenleite nur 4,58 Euro sind -, doch im deutschlandweiten Vergleich (der Durchschnittsquadratmeterpreis liegt bei 8,75 Euro) haben es Wohnungssuchende hier noch gut. Generell zeigt sich in Deutschland bei den Wohnpreisen ein klares Nord-Süd-Gefälle, wobei der Osten den günstigsten Wohnraum bietet.

Ähnlich sieht es beim Mieten von Häusern aus. So bezahlt man in Chemnitz für ein Haus mit 100 Quadratmetern Wohnfläche etwa 8,05 Euro pro Quadratmeter – damit liegen die Kosten ebenfalls deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Doch warum sind die Preise so niedrig?

Hier scheint mitunter das Image des Ostens ursächlich zu sein – insbesondere für junge Menschen galt Sachsen lange Zeit als unattraktiv und veraltet. Um diesem Image entgegenzuwirken, locken die großen Städte seit längerem mit attraktiven Kulturprogrammen, ausgebauten Innenstädten und günstigem Wohnraum. Und auch die Sicherheitsmaßnahmen der Städte nehmen immer weiter zu. Zudem entdecken immer mehr Unternehmen Sachsen als Unternehmensstandort – nicht weiter verwunderlich, punktet das Bundesland doch mit einer guten Infrastruktur und solide ausgebildeten Fachkräften.

Wer in den Osten zieht, hat jedoch nicht nur die Chance auf preiswerten Wohnraum, sondern bekommt auch eine gute Work-Life Balance geboten. So besagt beispielsweise eine Studie des Karrierenetzwerks Xing, dass Chemnitz auf Platz 14 der deutschen Städte mit der besten Work-Life-Balance liegt. Damit liegt Chemnitz noch vor Leipzig und nur knapp hinter Sachsens Hauptstadt Dresden.

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