World Powerlifting: Opa Hans rockte Las Vegas

Ganz stark in Form trotz 25-Stunden-Anfluges: Am Wochenende holte sich der 64-jährige Großhartmannsdorfer Hans Malchau im Kreuzheben die WM-Goldmedaille. Foto: Privat

Ganz stark in Form trotz 25-Stunden-Anfluges: Am Wochenende holte sich der 64-jährige Großhartmannsdorfer Hans Malchau im Kreuzheben die WM-Goldmedaille.
Foto: Privat

Großhartmannsdorf / Mönchenfrei. Großer Erfolg für die Kampfgemeinschaft Siebenlehn/Mönchenfrei, großer Erfolg für das ganze Erzgebirge: Der 64-jährige Großhartmannsdorfer Hans Malchau holte bei den World Powerlifting Championsships in Las Vegas die Goldmedaille! Der Lokalmatador schaffte in seiner Alterskategorie und in der Disziplin Kreuzheben 185 Kilogramm und rockte damit die „Stadt der Sünde“.

Mit in Nevada war sein hellauf begeisterter Trainer Enrico Klemm: „Der Hans als früher recht erfolgreicher Boxer trainiert in unserem Fitnessstudio in Mönchenfrei ja selbst Erwachsene und begeistert auch viele Kinder für diesen Sport. Er ist zwar seit ein paar Monaten in Rente, steckt sich immer neue Ziele und trainiert dafür hart und ehrgeizig. Unser Hans absolviert sein Training gern mit den jüngeren Kraftsportlern im Studio. So kam es, dass er, wie auch das `junge Volk` an verschiedenen Wettkämpfen teilnahm. Dabei qualifizierte er sich letztendlich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Las Vegas..“

Dank zahlreicher Sponsoren war es Hans Malchau und Enrico Klemm möglich, die WM-Teilnahme zu realisieren. Einigermaßen nervös und vom 25-stündigen Flug ein wenig geschafft, trat der ehrgeizige Opa in seiner stärksten Disziplin an und holte sich Gold. Inzwischen sind beide voller Stolz zurückgekehrt und möchten sich sehr herzlich bei allen Unterstützern und Sponsoren bedanken. red

Malchau und Kollegen im Jahr 2013. Foto: privat

Malchau und Kollegen im Jahr 2013. Foto: privat

WochenENDSpiegel Freiberg führte mit dem Großhartmannsdorfer Kraftsportler dazu folgendes Interview.

Herr Malchau, herzlichen Glückwunsch zu diesem Riesenerfolg! Hatten Sie damit gerechnet?

Das war schon überraschend, ich hatte nicht mit einer Medaille gerechnet. Noch dazu bei 650 angetretenen Athleten. Dazu war man durch die lange Flugreise nach Nevada mit dreimal Umsteigen aus dem Rhythmus. Und ich wusste auch nicht genau, wieviel Konkurrenz in meiner Gewichtskategorie herrschen würde.

Wieviel trainieren Sie?

Dreimal pro Woche, mindestens eine Stunde mit kombiniertem Kraft- und Ausdauerübungen.

Und sie kommen ursprünglich aus dem Boxsport?

Ja, aber mit 22 Jahren musste ich als Bantamgewichtler verletzungsbedingt dem aktiven Boxen Lebewohl sagen, Doch mir gelang der Sprung in die Trainerlaufbahn. Heute trainiere ich in der Fitnessworld im Sporthotel “Glück auf” Mönchenfrei unter den dort angebotenen hervorragenden Bedingungen vielversprechende Talente. Es ist aber immer eine Kunst, die Jungs bzw. Mädels langsam aufzubauen, man darf sie nicht zu schnell verheizen.“

Bis zur Rente waren Sie ja bei einem Möbelmarkt tätig. Ersetzten Sie da mit ihren Muskelpaketen einen Gabelstapler?

(Schmunzelnd) Eher nicht. Aber 120 Kilogramm-Kisten kann ich schon heben.

Wo kann man Sie mal treffen?

Ich trainiere Montag- und Donnerstagnachmittags in der „Fitnessworld“ im Sporthotel in Mönchenfrei. Das Ganze liegt direkt an der B 101 zwischen Großhartmannsdorf und Brand-Erbisdorf.

Vielen Dank für das Gespräch!

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