Zehn Stadien in sechs Tagen

Über Ostern, vom 14. bis 20. April, unternahmen Antonio und Romano Wehner einen Fußball-Trip in die Hauptstadt Englands. Beide waren seit 2004 bei fast allen Heimspielen der Veilchen und auch zu vielen Auswärtspartien live dabei. Romano ist als Referee aktiv und aktuell in der A-Junioren Bundesliga als Schiedsrichterassistent eingestuft, Antonio beim SV Wernesgrün in der Vogtlandklasse selber am Ball.

„Der Flug startete am Donnerstagmorgen von Berlin nach London. Schnell im Hotel eingecheckt und schon ging es zum ersten Stadion! 12 Uhr begann unsere Stadion-Tour im neuen Tottenham Hotspur Stadium, das nicht nur die Heimstätte der Spurs ist, sondern auch zum NFL Football-Stadion umgebaut werden kann.

Am 19. April besuchten die
Brüder das Chelsea-Stadion an der Stamford Bridge.

Die Arena wurde 2019 erbaut und kostete circa eine Milliarde Pfund. Bereits zwei Stunden später fuhren wir zu einem fußballerisch noch bedeutsameren Ort, dem Wembley Stadion. Zwei Tage später fanden hier FA Cup-Halbfinal-Spiele zwischen Liverpool und Manchester City sowie Crystal Palace und Chelsea statt. Entsprechend waren die Kabinen und Tunnel in den Farben der Vereine vorbereitet.

Antonio und Romano bei Charlton Athletic (links) und im
Wembleystadion (rechts). Fotos (10): Romano und Antonio Wehner

Am zweiten Tag stand zunächst Sightseeing auf dem Plan. Nach der Wachablösung am Buckingham-Palast ging es zum im Osten Londons gelegene „Valley”, wo das EFL League One-Spiel (3. Liga) zwischen Charlton Athletic und Morecambe stattfand. Der Samstag sollte dann entspannter werden. Mit der Bahn ging ins etwas außerhalb liegende Watford.

Nachfolgend: Die Aue-Fans vor den Stadien von Watford, Tottenham, Millwall, Fulham, Westham (beide Bilder) und Arsenal.

Hier kämpfte die Heimmannschaft um den Klassenerhalt in der Premier League gegen Brentford FC mit Christian Eriksen; leider verlor Watford und besitzt nur noch theoretische Chancen. Auf der Heimfahrt wurde mit Liverpool-Fans der Einzug ins Finale gefeiert, da der Halt „Wembley” direkt auf unserer Strecke lag. Der Sonntag stand im Zeichen der zwei gekreuzten Hämmer. Als Aue in Heidenheim gastierte, waren wir bei West Ham United.

Im London Stadium, wo 2012 die Olympischen Spiele stattfanden, kämpften „The Hammers” vor 60.000 Zuschauern gegen Burnley. Während es für Aue drei Punkte gab, endete die Premier League-Partie 1:1. Montags ging es nach einem Spaziergang über die Tower Bridge zum Erzrivalen von West Ham, ins „The Den” von Millwall. Wie in den Filmen „Green Street Hooligans” und „The Firm” beschrieben sind hier zwei gekreuzte Hämmer nicht gern gesehen.

Wir hatten trotzdem ein tolles Fußballerlebnis, da Millwall 2:1 gegen Hull City gewann und die Fankultur ein krasser Gegensatz zum Premier League-Spieltag zuvor war. Da die Spiele 14 oder 15 Uhr angepfiffen wurden blieb danach genug Zeit, einige der unzähligen Pubs der Metropole aufzusuchen.

Am Dienstag  wurde noch mal viel gelaufen. Es ging zu den Stadien von Arsenal, Queens Park Rangers und Chelsea. Abends fand das Spiel im altehrwürdigen Craven Cottage zwischen Fullham FC und Preston Northend statt. Der Name stammt vom alten Pavillon, im Englischen Cottage, welcher original in der Ecke des Stadions steht.

Wir saßen auf dem Johnny Haynes Stand, der älteste Tribüne dieses Stadions, die durch ihre Holzsitze bekannt ist. Nach dem 3:0-Sieg der Cottages stand der Aufstieg in die Premier League fest, worauf es bei den Fans kein Halten mehr gab und der Platz gestürmt wurde. Nach ereignisreichen Tagen voller Fußball ging es danach heim ins Erzgebirge.

Antonio Wehner, Wernesgrün im Vogtland

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