„Zerspanen“ können auch Mädchen

Die Führungen durch das Unternehmen wurden von den Besuchern mit großem Interesse verfolgt. Foto: PTF Pfüller

SPÄTSCHICHT ZUM ANFASSEN

Stollberg. Was macht die Arbeit eines ›Zerspaners‹ so interessant, dass sich nicht nur Jungs, sondern auch die Mädels an den Beruf wagen? Der mit 36 Jahren relativ junge Ausbildungsleiter der Firma PTF Pfüller Nils Krämer hat die Position seit 2012 inne und weiß, was den Beruf des CNC Zerspanungsmechanikers so spannend macht. „Wir haben schwerpunktmäßig Kunden in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Lebensmittelindustrie und Medizintechnik. Als Zerspaner benötige ich Kenntnisse in Mathe, Physik, Chemie und Informatik. Der Beruf ist abwechslungsreich und unsere weiblichen Azubis schneiden tatsächlich oftmals besser ab als die männlichen“, so Nils Krämer.

Ein weiterer Vorteil der PTF Group ist, dass der Standort in Stollberg mit 190 Mitarbeitern, davon 11 Auszubildende, über eine eigene Lehrwerkstatt verfügt. Zudem ist Krämer gleichzeitig noch im Prüfungsausschuss der praktischen Gesellenprüfung, die aufgrund der Lehrwerkstatt in der Firma selbst abgehalten werden kann. „Dass die Prüfung hier im Hause stattfindet, hat den Vorteil, dass die Azubis an den ihnen bekannten Maschinen arbeiten können und dementsprechend auch gut abschneiden“, verrät Krämer.

Sechs Auszubildende werden pro Jahr jeweils im August eingestellt. Krämer bietet in den Stollberger Schulen aber auch Projekte zum Thema „CNC“ zur Berufsorientierung und „Bewerbertraining“ an. Um jedoch nicht nur Schulabgänger nach der zehnten Klasse an den Beruf des Zerspaners heranzuführen, sondern auch Abiturienten und Studienabbrecher die praktische Arbeit schmackhaft zu machen, hatte sich die Firma entschlossen, sich zum ersten Mal an der Aktion „Spätschicht“ zu beteiligen, die insgesamt von 60 Besuchern genutzt wurde. „Es war ein gelungener Nachmittag mit vielen interessanten Gesprächen“, freute sich Krämer. sch

 

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