Zoll: 219 Jahre Knast!

Die Beamten des Zollfahndungsamtes Dresden stellten unter anderem 19 scharfe Schusswaffen fest. Foto: Zoll

Zoll schnappt 1705 Schmuggler

Region. Die 280 Mitarbeiter des Zollfahndungsamt Dresden sind den Ganoven auf der Spur. Ihre Aufgabe: Verfolgung der mittleren, schweren und organisierten Zollkriminalität, besonders in den Deliktbereichen Rauschgift, Waffen- und Sprengstoffschmuggel, Markenpiraterie, Zigaretten- und Alkoholschmuggel.
Sie leiteten im letzten Jahr 1316 Ermittlungsverfahren (2017: 1.211) gegen 1.705 Tatverdächtige (2017: 1.539) ein, durch die Steuerhinterziehungen von rund 68 Millionen Euro aufgedeckt wurden.

Unter anderem konnte die Einfuhr von 568 Kilo Drogen (2017: 386 Kilo) verhindert werden. Darunter 17 Kilo Heroin, 193 Kilogramm Kokain und 230 Kilom Marihuana. Dazu kommen 9300 Ecstacy-Pillen und 3500 Canabispflanzen.

Von Tätern wurden Vermögenswerte (Bargeld, Wertgegenstände, Immobilien, Forderungen) von insgesamt 569.000 Euro abgenommen, die aus illegalen Geschäften stammten.

Drogen
Nach wie vor steht bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität beim Zollfahndungsamt Dresden das Vorgehen gegen den Crystal-Schmuggel über die sächsisch-tschechische sowie die sächsisch-polnische Grenze im Vordergrund.
Die Ermittler konnten Tätern im vergangenen Jahr die Einfuhr von 34 Kilogramm der gefährlichen synthetischen Droge nachweisen und zusätzlich 30 Kilogramm sicherstellen. Das sind rund 48 Prozent der Gesamtmenge, die bundesweit durch den Zoll aus dem Verkehr gezogen wurde (63 Kilogramm).

Tabakschmuggel
Bei der Bekämpfung des international organisierten Tabakwarenschmuggels bearbeiteten die Beamtinnen und Beamten im Vorjahr 199 Ermittlungsverfahren. Insgesamt konnten 1,45 Millionen Zigaretten, 85 Kilogramm Wasserpfeifentabak und 270 Tonnen Rauchtabak sichergestellt sowie weitere 5 Millionen Zigaretten und 51 Tonnen Wasserpfeifentabak ermittelt werden.

Illegale Waffen
Die Beamten des Zollfahndungsamtes Dresden stellten unter anderem 19 scharfe Schusswaffen, 192 verbotene Waffen – wie zum Beispiel Laser oder Zielpunktprojektoren, Schlagringe und als Taschenlampe getarnte Elektroschocker -, 11 Kilogramm Sprengstoff, 1.800 Stück erlaubnispflichtige Munition sowie 22.600 Stück pyrotechnische Erzeugnisse sicher.

Gewerblicher Rechtsschutz
Im Bereich der Produktpiraterie wurden im vergangenen Jahr 29 Ermittlungsverfahren durch Beamte des Zollfahndungsamtes Dresden eingeleitet und rund 25.000 Plagiate – hauptsächlich Textilien sowie Displays und Zubehörteile für Mobiltelefone – sichergestellt. Außerdem konnten die Zollfahnder eine Menge von etwa 2.400 Tonnen sowie 590.000 Liter an gefälschtem Waschmittel bekannter Marken ermitteln, mit welchen international Handel getrieben wurde.

Rund 25.000 Kleidungsstücke diverser namhafter Marken stellten Beamte des Zollfahndungsamtes Dresden bereits Ende Januar 2019 in einer Fabrikhalle in Plauen sicher. Foto: Zoll

 

 

Arznei- und Dopingmittel
Wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz sowie das Antidopinggesetz ermittelten die Beamten des Zollfahndungsamtes Dresden im Vorjahr in 281 Fällen.

Sichergestellt wurden in diesen Ermittlungsverfahren
– 138.000 Tabletten, 76 kg Pulver und 18.000 Ampullen mit
Dopingsubstanzen sowie
– 209.000 Tabletten, 460 kg Pulver und 9.820 Ampullen verbotener
Arzneimittel.

Artenschutz
In 12 Ermittlungsverfahren gingen die Beamten im Vorjahr dem Verdacht von Verstößen gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen sowie gegen das Bundesnaturschutzgesetz nach. Sie stellten dabei unter anderem 227 Erzeugnisse aus der Haut artengeschützter Schlangen (Python) sowie 3 lebende Warane sicher.

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