Zweiter Lauf Dortmund – Zwickau mit gefeiertem Zieleinlauf zum Ballonfest

Im Spalier von brennenden Fackeln der Ballonpiloten und Beifall spendendem Publikum kamen die Städteläufer am Sonntagnachmittag auf der Rosenwiese an. Foto: tsc

„Puh, ich glaub´ nochmal würde ich´s nicht machen“, war die erste Reaktion fast aller neunzehn Läufer im Ziel. „Ja, das ist normal nach so einer Tortur. Spaß am Schmerz gehört dazu! Frag´ noch mal in zwei drei Tagen, da finden´s alle nur schön und würden´s wieder tun“, rückt Erik Haß die Worte seiner Mitstreiter ins rechte Licht. Denn alle Läufer waren überglücklich und stolz, nach diesem außergewöhnlichen 46-Stunden-Lauf im Ziel zu sein.

Anlässlich der 900-Jahr-Feier der Stadt Zwickau wurde vom ausrichtenden SV Vorwärts Zwickau, in Person von genanntem Leichtathletik-Regionaltrainer Erik Haß, der Städtelauf Dortmund-Zwickau organisiert und umgesetzt. Pünktlich 19 Uhr schickte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau am 18. Mai den Tross auf die bevorstehenden 480 Kilometer. Etwa fünfzig Dortmunder waren auf den Friedensplatz vors Rathaus gekommen, um die Läufer mit Applaus – unterstützt von Zaungästen in den umliegenden Freiluft-Gaststätten – auf die Stafette zu schickten.

Nicht zu vergessen, dass mit diesem Lauf das Stadtjubiläum einmal quer durch Deutschland getragen wurde. Bekannte Streckenpunkte wie der Herkules in Kassel, der Grenzweg entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die Wartburg sowie die Drei Gleichen wurden angelaufen. „Das war schon imposant. Aber noch mehr an den Wechselstationen, an denen unsere beiden Caravans warteten. Da war alles dabei: Neugier, Respekt, Begeisterung und Bewunderung, Zuspruch, Applaus, Aufmunterung“, fasst Haß grob die Atmosphäre zusammen.

„Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. Auch der Wind blies nicht allzu stark. Es war gut ausgesuchter Untergrund“, gibt Michael Müller, mit 58 Jahren ältester Mitstreiter, Auskunft über die äußeren Bedingungen. Jüngste Teilnehmerin war Marleen Starke, Schülerin am Käthe-Kollwitz-Gymnasium und Mitglied im Laufteam des SV Vorwärts. „Irgendwie-wo am Oberschenkel zwickt´s. aber der Gesamteindruck zählt, und der ist unwiederbringbar“, zog die 14-Jährige ihr persönliches Resümee.

Dem letzten Teilstück ab Werdau schlossen sich etwa fünfzig Läufer der Region an. Sie begleiteten die Helden dieses Etappen-Mehrfach-Marathons ins Ziel auf der Rosenwiese. Im Spalier von zehn fackelnden Ballon-Körben und hunderten applaudierenden Zuschauern wurden sie wie geplant fast auf die Minute genau am Sonntag 17 Uhr im Rahmen des Ballonfestes empfangen und gefeiert. Unter dem „laufenden Begleitpersonal“ auf den letzten Kilometern war auch die Oberbürgermeisterin Pia Findeiß. „Wow, Hut ab! Eine tolle Idee, eine tolle Umsetzung, ein toller Empfang – wie schon gesagt: einfach nur toll! Und natürlich ein großes Dankeschön dafür“, meinte etwas außer Puste das Stadtoberhaupt nach dem Zieleinlauf.  tsc

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