Zwickau hat jetzt eine Stadtschreiberin

Kulturamtsleiter Michael Löffler freut sich auf die neue Stadtschreiberin Cora Herzog. Zur Amtseinführung gab es ein Tintenfass mit Schreibfeder. Foto: Alice Jagals

Zwickau. Stephan Roth 2.0 – so beschreibt Zwickaus Oberbürgermeisterin die neue Position, die nun in Zwickau etabliert werden soll. Mit Cora Herzog hat die Stadt damit wieder eine Stadtschreiberin.

Die Aufgabe der 25-jährigen Lichtensteinerin ist es nun, bis Ende dieses Jahres ihre Eindrücke niederzuschreiben und Beiträge für die Schriftenreihe des Stadtarchivs zu verfassen. Dass die Master-Studentin nicht aus Zwickau kommt, sieht sie sogar als Vorteil: „So gehe gehe ich unvoreingenommen durch die Stadt“, sagt sie. Die beschränkte Zeit des Stipendiums für ein halbes Jahr sieht auch sie etwas knapp bemessen. „Ein Jahr wäre sicher angebrachter, aber länger nicht.“

Aktuell arbeitet Herzog an ihrer Masterarbeit zum Thema der Rezeption des Mose in der volkssprachlichen Verdichtung des Mittelalters. Ihre berufliche Zukunft sieht sie im Bereich des Archivwesens und der Forschung.

Der Stadtrat hatte im Februar die Etablierung einer Stadtschreiberstelle „Stephan Roth“ beschlossen. Diese Stelle unterscheidet sich vom klassischen Stadtschreiber in anderen Orten, wo meist ein Literaturstipendium vergeben wird. In Anlehnung an die Verdienste des bedeutenden Stadtschreibers Stephan Roth (1492-1546), die dieser für die lokale Geschichtsschreibung hat, wurde eher ein Chronist als einen Literat gesucht.

Vergütet wird das Stipendium mit 1000 Euro monatlich und einer kostenfreien Wohnung. Das Stipendium wird von der Stadt Zwickau vergeben. Das mietfreie Wohnen wird durch die Unterstützung der WEWOBAU ermöglicht. aj

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