Zwickauer Bundestagsabgeordnete fordert Konzept gegen Kinderarmut

Foto: MdB

Rund 6.230 Kinder und Jugendliche sind im Landkreis Zwickau von Armut bedroht. Wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, sind dies 13,4 Prozent der Gesamtbevölerung in Deutschland. Anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni hat die Bundestagsabgeordnete, Sabine Zimmermann, diese Zahlen ausgewertet:

„Für eines der reichsten Länder der Erde ist es beschämend, dass so viele Kinder von finanziellen Problemen betroffen sind. Statt unbeschwert aufwachsen zu können lernen sie Entbehrungen kennen. Die Bundesregierung muss endlich ein Konzept gegen Kinderarmut vorlegen. Die sozialen Leistungen müssen Armut verhindern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Die Leistungen für Kinder müssen erhöht und eine eigenständige Kindergrundsicherung eingeführt werden“

Weiterhin macht die Sozialexpertin der Fraktion DIE LINKE, deutlich, dass prekäre Beschäftigung, wie Leiharbeit, Teilzeit sowie Minijobs weiter zurückgedrängt und der Mindestlohn auf 12 Euro erhöht werden müsse. „Genau betrachtet geht es bei Kinderarmut um die Armut der Eltern. Wir brauchen Löhne, von denen man leben und seine Familie ernähren kann. Ebenso müssen bessere Kinderbetreuungsangebote geschaffen werden, insbesondere in den so genannten Randzeiten. Hier ist die kommunale Ebene besonders in der Pflicht. Zur Bekämpfung von Kinderarmut gehört aber auch Teilhabe in Form von Freizeitaktivitäten und Angeboten vor Ort zu gewährleisten.“

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